„kronprinz@rudolf.eu“ am 22. Mai 2014 im POOL 7

Der Autor Wilhelm Pellert untersucht in diesem packenden Psychogramm das Schicksal des hochbegabten Menschen Kronprinz Rudolf, dessen Vater, Kaiser Franz Joseph mit seinen Amtsgeschäften und dessen Mutter, Kaiserin Elisabeth in erster Linie mit sich selbst beschäftigt waren.

Mit allen Mitteln zum Soldaten erzogen und auf das Regieren vorbereitet, beging er in Mayerling Selbstmord. Kronprinz Rudolf war ein fortschrittlich denkender Intellektueller, der von einem vereinten Europa träumte und mit seinen politischen Ansichten seiner Zeit um mehr als hundert Jahre voraus war.

 

kronprinz@rudolf.eu
Monodram von Wilhelm Pellert
mit Reinhard Hauser

 

Regie: Reinhard Hauser und Wilhelm Pellert

Wann: Vorstellung am 22. Mai 2014 um 19:30 Uhr

Wo: POOL 7 – Galerie und Verkaufslokal des Vereins „Grüner Kreis“
1010 Wien, Rudolfsplatz 9

 

Karten: € 15,— (ermäßigt: € 10,—)

Kartenreservierung: 
Tel. +43 (0)1 5238654-0, eMail: office@pool7.at

 

 

Der Autor zum Stück:

Den „Rudolf“ habe ich für Reinhard Hauser geschrieben. Nach „Oskar Werner“, „Wittgenstein“ und „Messenhauser“ ist es unsere vierte Zusammenarbeit.

Gemäß der von uns entwickelten multiplen Monodramatik spielt Reinhard Hauser wieder alle Rollen selbst und diesmal sind es besonders viele: von der kaiserlichen Familie bis zu den Huren der Wiener Vorstadt. Dazu kommt, dass dieses Monodrama nur aus Dialogen besteht.

Es gibt noch eine weitere Herausforderung. „Das Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, muss aber nach vorne gelebt werden“, sagt Kierkegaard. Auf der Bühne haben wir aber die Möglichkeit, auch das Leben „zurückzuleben“. Wir erzählen also Rudolfs Leben von seinem Tod bis zu seiner Geburt, was ein Umdenken für den Schauspieler bedeutet, denn die jeweils nächste Szene im Stück, ist die vorherige im Leben.

Es gilt, Rudolf mit Können und Kunstverstand für 90 Minuten zum Leben zu erwecken. Ich kenne nur einen, der diese Aufgabe bravourös meistern kann: Reinhard Hauser.

 

Reinhard Hauser

Geboren 1950 in Wien, ab dem 10. Lebensjahr erste Erfahrungen auf der Bühne der Staatsoper, Filmstudios Rosenhügel, RAVAG, Regie- und Schauspielausbildung in Wien, Engagements in Bremerhaven, Aachen, Bremen, Hamburg, Berlin, Graz, Schauspielhaus Wien, Josefstadt, Volkstheater und Burgtheater. Film- und Fernsehauftritte; Eigenproduktionen im Grenz- und Außenseiterbereich der Literatur. Leiter des Brecht Arbeitskreises Bremen Weser, Leiter von Theatroskop, Gastspiele bei den Österreichischen Kulturinstituten und Goethe Instituten in Europa und Übersee. 2001 bis 2005 Künstlerischer Direktor des Stadttheaters St. Pölten.

 

Wilhelm Pellert

Geboren 1950 in Wien. Promotion zum Dr.phil. mit der Dissertation „Neues Theater in der Scala (1948-1956)“. Sein mit Helmut Korherr verfasstes Volksstück „Jesus von Ottakring“ wurde 1974 am Wiener Volkstheater uraufgeführt und 1975 mit Rudolf Prack verfilmt. „Ulenspiegel“ wurde in Basel uraufgeführt, das Monodrama „Der Cascadeur“ in Saarbrücken, Berlin, Wien, Bern und Eger/Cheb (CZ) gespielt. 

Außer Theaterstücke schrieb er Romane („Fahr wohl ins Leben“, 1984 und „Die Kunst, von der Kunst zu leben“, 2007), Drehbücher (u. a. „Sehnsüchte“, ORF 1991, mit Susi Nicoletti, Guido Wieland, George Tabori und Julia Stemberger). Seine Kinderbücher wurden ins Spanische, Griechische und Albanische übersetzt, „Der Bienenkönig“ wurde 1990 mit Karl Merkatz verfilmt. 1998 erschien der Gedichtband „Dialektisches – Gedichte zur rechten Zeit“, 2002 „Martialisches – Gedichte gegen den gerechten Krieg“.

Pellert ist Mitglied des P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes und erhielt für sein literarisches Schaffen mehrere Preise und Auszeichnungen. Er lebt und arbeitet in Wien.