„keine Malerei“ am 26. Juni 2014 im POOL 7

astrid steinbrecher & joscha bittner: Zweidimensionale Raumbilder & Collagen voller Überraschungen

 

Leuchtend und voller Poesie sind die transformierten Fotografien von Astrid Steinbrecher. Mit Farbe und Licht gestaltet die Steinbildhauermeisterin und Absolventin der Akademie der bildenden Künste (Prof. Bruno Gironcoli) zweidimensionale Raumbilder, die unsere Galerie mit einer sommerwarmen Atmosphäre erfüllen werden.

 

Joscha Bittner ist ein Geschichtenerzähler, Archivar, Visionär. Ein Entdeckungsreisender in alten Zeitungs- und Zeitschriftenfotos, der Gewohntes und Banales neu zusammensetzt, zu Bildern voller Überraschungen, hintergründig, bizarr und wohl wissend um die subversive Kraft des Lächelns.

 

Im Rahmen der Vernissage: Buchpräsentation von Astrid Steinbrecher

www.astridsteinbrecher.com

 

Wann: Vernissage am 26. Juni 2014 um 19:30 Uhr

Begrüßung: Kurt Neuhold
Eröffnung: Astrid Steinbrecher
Livemusic: Duo Marcy (voice) und Alex Yoshii (guitar)

Wo: POOL 7 – Galerie und Genuss-Shop des Vereins „Grüner Kreis“
1010 Wien, Rudolfsplatz 9

Ausstellungsdauer: 27. Juni bis 4. September (Finissage) 2014 
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 17:00 Uhr, Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr

Information: 
Tel. +43 (0)1 5238654-0
eMail: office@pool7.at

Einladung als PDF

 

Zu den KünstlerInnen:

 

Astrid Steinbrecher

geboren am 2.1.1972 in westerstede (D) 
1999 meisterbrief im steinbildhauerhandwerk, freiburg (D) 
2004 diplom für bildhauerei bei professor bruno gironcoli, akademie der bild. Künste, wien 
seitdem freischaffende künstlerin in wien 


über meine arbeit:
nach meiner beruflichen praxis als steinbildhauerin setzte ich mich während meines studiums mit sehr leichten und vergänglichen materialien wie papier, draht, transparentem klebeband (TESA) und natürlichen materialien, sowie neuen ausdrucksformen wie der rauminstallation, performance, konzeptkunst, fotografie und neuen medien auseinander. thematisch habe ich mich immer wieder mit VERÄNDERUNG, BEZIEHUNG, dem MENSCHSEIN, EINHEIT und meiner EIGENEN IDENTITÄT und INTEGRITÄT beschäftigt. nicht selten wurden kunstwerke von mir auch wieder zerstört, um den geistigen und materiellen raum für neue arbeiten zu schaffen.

in den letzten jahren ist die arbeit mit materialien wie holz, stein, gips und papier wieder sehr wichtig geworden; ebenso die dimension der freien natur, die mir sowohl manche dieser materialien als auch den raum für künstlerische und rituelle aktionen frei zur verfügung stellt.
zudem biete ich als bildhauerin in meinem atelier KUNST&RAUM zahlreiche workshops für kinder und erwachsene an, die sich alle im engeren und weiteren sinne mit bildhauerei bzw. objektgestaltung beschäftigen. seit 2012 konzipiere und leite ich außerdem kunstworkshops für suchtkranke patientInnen des vereins GRÜNER KREIS und für verschiedene selbsthilfegruppen in wien.

besonders durch die arbeit mit menschen hat sich mein blick auf die kunst erweitert. heute spüre ich mehr denn je, wie wichtig und sinnvoll es ist, menschen durch kunst zu berühren, egal, ob sie die kunst rezipieren oder mit unterstützung aus sich selbst heraus kreieren. kunst in jeglicher form hat die kraft, uns mit unserem tiefsten innersten wesen in kontakt zu bringen.

 

ausstellungen:
2000 gruppenausstellung „zeichen im raum“,ms damisch, firma krause&co, wien
einzelausstellung „fünf tage“, akbild wien
2001 gruppenausstellung „nur“ der ms gironcoli, kupferstichkabinett der albertina, wien
gruppenausstellung „run“ der ms gironcoli, semperdepot der akbild wien
gruppenausstellung „angeschwemmt“ in moos (D)
2002 einzelausstellung „fünf tage in reverse“ in den geschäftsräumen der MLP-AG, wien
gruppenausstellung „MEGA: manifeste der anmaßung“ im künstlerhaus, wien
einzelausstellung „WANDlung“, kunstforum ebendorf RAUMACHT, wien 
gruppenausstellung „denn alle lust will ewigkeit“ in bad harzburg (D) 
jahresausstellung "schmarotzer" der akbild wien, kuratiert von zdenka badovinac, semperdepot 
2003 gruppenausstellung „wahlverwandtschaften“ im goethe-institut new york, (USA) 
einzelausstellung „keine malerei“, pogmahon.art.club, wien
2004 gruppenausstellung des sculpture department, newberry gallery, schottland (GB)
gruppenausstellung „buffett“ in der deutschvilla, strobl (A)
2005 gruppenausstellung „ZUHAUS“, pogmahon.art.club, kornhäuslvilla, wien
gruppenausstellung „weibliche positionen zur skulptur“, area 53, wien 
2006 gruppenausstellung „malerische fotografie“, galerie schneeschweinchen, düsseldorf (D)
gruppenausstellung „brinksmanship“ INDEPENDENTS biennale liverpool (GB) 
gruppenausstellung „die sammlung raumacht“, kunstforum ebendorf RAUMACHT, wien
2007 gruppenausstellung „esperanto“, brick 5, wien 
2008 einzelausstellung „relationships connected“, kardinal-könig-haus, wien
2009 gruppenausstellung „im bächle“, freiburg (D)
gruppenausstellung "the life model-between nude and naked", malta arts festival, malta (MT)
2011 einzelausstellung "refugium", galerie base-level, wien
gruppenausstellung "fast finster" von Q202, STILWERK, wien
2012 einzelausstellung "endRÜSTUNG" mit barbara f. kolb, POOL7, GRÜNER KREIS, wien


publikationen / publications:
2002  foto-illustrationen für das buch „semantics II“ von thomas miessgang, triton verlag 
2005 „raum 8-die bildhauerschule bruno gironcoli“ von werner würtinger, eigenverlag
2007 „relationships“, kunstbuch von ute hennig 
 


auslandsaufenthalte und symposien / residencies abroad and symposia:
1988-89 auslandsschuljahr / exchange year, west aurora high school, aurora-illinois (USA)
1997 sommerakademie salzburg, skulptur bei jeanne silverthorne (NY/A)
1998 steinbildhauersymposium, rochlitzer porphyrwerke, rochlitz (D)
2004 erasmus-stipendium, glasgow school of art, schottland (GB)

Geboren am 26.05.1985 in GarstenJoscha Bittner:

Hafnerlehre, College für Objektdesign, Fachmatura an der dok.stoob, 
zahlreiche Reisen – Spanien, Portugal, Kanarische Inseln
Tätigkeiten im Kultur- und Sozialbereich  
Seit 2013 Betreuung suchterkrankter Personen in der Keramikwerkstatt Johnsdorf


Joscha Bittner über seine Arbeit:

Meine Leidenschaft ist es zu recyceln oder nicht mehr gebrauchten Dingen eine neue Bedeutung zu geben. Ich bin ein Anhänger des Refunktionalismus.  Die Idee zu meinen Collagen kam mir ganz unbewusst. Ich hatte aus einem Arbeitsprozess jede Menge Papierabfall mit vielen Bildern darauf. Irgendwie war es mir zu schade, diese Bilder als Abfall zu sehen und so begann ich sie wieder zusammenzusetzen. Ich entdeckte eine unendliche Welt, ein riesiges Universum, Geschichten über Geschichten, die achtlos im Müll landen….verbraucht, gelesen, gesehen. Ich bin ein Geschichtenerzähler, Archivar, Visionär. Ich erschaffe neue, zum Teil bizarre Verbindungen, nehme Gewohntes, Banales und setze es neu zusammen. Es verwundert mich immer wieder, wie aus einem Bild ein ganz anderes entstehen kann, nur indem ich es aus seiner gewohnten Umgebung herausschneide und in eine andere klebe. Ich muss oft sehr lange hinschauen und nachdenken, bis ich den neuen Ausdruck verstehe und immer geht es am Ende um uns Menschen. Ich versuche mit diesem Prozess mein Leben zu verstehen, führe einen stillen Dialog mit den Bildern und muss dabei sehr oft laut lachen. Weil eins hab ich schon verstanden….ich befinde mich in einer sehr ernsten Komödie.

 

Keramiken von Joscha Bittner: