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Gemeinsam Lösungen finden
Der Verein Grüner Kreis bietet eine Vielzahl an Betreuungs-, Behandlungs-, und Rehabilitationsmöglichkeiten. Ein multiprofessionelles Team ermöglicht österreichweit Beratung und Betreuung von suchtgefährdeten und suchtkranken Menschen bzw. von Betroffenen und deren Angehörigen.

Dies betrifft sowohl substanzgebundene Süchte (wie z. B. Drogen, Alkohol etc.) als auch substanzungebundene Süchte (wie z.B. pathologisches Spielen).Wir beraten Sie gerne anonym und kostenlos. Bei bereits bestehenden Suchtproblemen informieren Sie unsere Expert*innenrasch und umfassend über mögliche Behandlungswege. Wir helfen Ihnen, die passende Lösung zu finden.


Beratung für Betroffene


Abklärung

Individuelle Begleitung und Unterstützung
Im Rahmen der ambulanten Abklärung erhalten Betroffene individuelle Unterstützung und Begleitung durch Mitarbeiter*innen des Beratungs- & Betreuungsteams. Unsere Berater*innen sind in ganz Österreich für Betroffene unterwegs. Gespräche können in Krankenhäusern, Justizanstalten, Einrichtungen der Sozialen Arbeit, in den Beratungszentren des Vereins Grüner Kreis und überall dort stattfinden, wo sich Hilfesuchende aufhalten.

Unser Angebot, Behandlungsmodell und Ziel

  • Menschen mit substanzgebundenen Suchterkrankungen (legal und illegal)
  • Menschen mit nicht substanzgebundenen Suchterkrankungen (z.B. pathologisches Glücksspiel)
  • suchtkranke Erwachsene und Jugendliche
  • ältere Suchtkranke
  • suchtkranke Eltern und Mütter mit ihren Kindern
  • Menschen mit komorbiden Erkrankungen
  • Klient*innen aus Wien, die einen körperlichen Teil- oder Vollentzug absolvieren möchten
  • Klient*innen aus Wien, die eine Alkoholrehabilitation absolvieren möchten
  • Menschen mit einer richterlichen Weisung (§35 und § 39 SMG, § 50/51 StGB, § 173 StPO, § 179 StVG)
  • Angehörige


Anamnese und Behandlungsmodell
Hier werden der Gesundheitszustand und die derzeitigen Lebensumstände in Form einer Anamnese (psychische, psychiatrische, somatische, soziale Problematik, schulische und berufliche Ausbildung, etc.) erfasst. Die Therapiemotivation und die Kostenübernahme werden abgeklärt und das jeweils passende Behandlungsmodell (z. B. ambulante Therapie, stationäre Kurz- oder Langzeittherapie, Substitutionstherapie etc.) ermittelt. Teil- oder Vollentzüge, Alkoholrehabilitation werden (derzeit nur für Wiener Klient*innen) durchgeführt oder Entzugsplätze vermittelt.

Ziel
Ziel ist das gemeinsame Erstellen eines individuellen Maßnahmen- und Behandlungsplans und die Begleitung bei der Einleitung der notwendigen Schritte. Das geeignete Behandlungsangebot wird entsprechend den individuellen Bedürfnissen und den vorliegenden Problemen ausgewählt.

Vorbereitung

Im Mittelpunkt stehen die Vorbereitung auf einen stationären Aufenthalt bzw. auf das Leben in der Therapeutischen Gemeinschaft und die Unterstützung bei der Regelung der dazu notwendigen Schritte.

Vorbereitung & Aufnahme

Vorbereitung
Betroffene werden in regelmäßig stattfindenden Gesprächen auf die jeweilige stationäre Behandlungsform vorbereitet. Es werden allgemeinmedizinische und psychiatrische Abklärungen durchgeführt und die Dosierungen allfälliger Substitutionsmittel oder anderer Medikamente besprochen. Sozialarbeiter*innen helfen bei der Regelung persönlicher Angelegenheiten (Wohnsituation, Amtswege, Haustiere, Postnachsendungen, Krankenversicherung etc.). KlientInnen mit Hauptwohnsitz in Wien werden in dieser Phase auch klinisch-gesundheitspsychologisch bzw. psychotherapeutisch betreut.
Nach Zusage der Kostenübernahme und nach Abschluss der ambulanten Vorbereitung können KlientInnen stationär aufgenommen werden.

Aufnahme
Ein körperlicher Vollentzug muss vor der Aufnahme ambulant oder stationär erfolgt sein. Es besteht die Möglichkeit eines stationären körperlichen Teil- oder Vollentzugs bzw. einer Alkoholrehabilitation (derzeit nur für Wiener Klient*innen) im Sonderkrankenhaus Marienhof oder die Möglichkeit, in einer abstinenzorientierten stationären Einrichtung aufgenommen zu werden. Nach erfolgtem Teilentzug ist es auch möglich, in ein substitutionsgestütztes stationäres Setting aufgenommen zu werden. Auch hier ist in weiterer Folge eine Substitutionsreduktion möglich.

Ausschlusskriterien
Ausschlusskriterien sind akute Suizidalität und komplexere Fälle, die aufgrund ihrer psychiatrischen Erkrankung bzw. somatischen Beschwerden vorerst die Behandlung/Rehabilitation in einem Schwerpunktkrankenhaus notwendig machen.

Betroffene aus Wien
Für KlientInnen mit Hauptwohnsitz in Wien erfolgt die ambulante Vorbereitung durch die Mitarbeiter*innen des multiprofessionellen Teams in den ambulanten Beratungs- und Betreuungszentren Wien 11 und Wien 3.

Betroffene aus anderen Bundesländern
Klient*innen aus den Bundesländern bzw. Justizklient*innen werden durch die Mitarbeiter*innen des multiprofessionellen Beratungsteams in den ambulanten Beratungs- und Betreuungszentren Wien, Linz, Graz, Klagenfurt und Wiener Neustadt betreut.


Beratung für Angehörige

Unterstützen, mit einbeziehen
Menschen im familiären Umfeld von Suchtkranken sind von der Erkrankung ihrer Angehörigen in hohem Maße mitbetroffen. Der Grüne Kreis ist daher bemüht, Angehörige von Suchtkranken zu unterstützen und systematisch in den Behandlungsprozess mit einzubeziehen.

Ungewollte Verschlechterung
Der Weg vom Erkennen der ersten Krankheitssymptome bis zum Annehmen von Hilfe ist oft lang. Häufig fühlen sich Angehörige schuldig und mitverantwortlich an der Entstehung der Suchterkrankung. Einzelne Familienmitglieder nehmen oft schwerste Belastungen auf sich und versuchen die Erkrankung und deren Folgen vor der Außenwelt zu verbergen. Sie kümmern sich um die Belange von Suchtkranken und werden immer mehr in deren Probleme verstrickt. Auf diese Weise schlittern Angehörige in eine Co-Abhängigkeit und tragen ungewollt zur Aufrechterhaltung des Suchtverhaltens bei. Den Suchtkranken wird die Verantwortung abgenommen - sie sehen oft wenig Grund ihr Verhalten zu ändern.

Wir helfen zu helfen
Angehörigen wird in den ambulanten Beratungs- und Betreuungszentren fachkundige Unterstützung und Begleitung angeboten. In therapeutisch begleiteten Angehörigengruppen gibt es die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen, Informationen über die Erkrankung und die Behandlung/Rehabilitation zu erhalten, die innerfamiliären Hintergründe für die Suchtentstehung verstehen zu lernen und neue Wege im Kontakt mit den Suchtkranken zu finden.

Informieren
Familienmitglieder von stationär im Grünen Kreis befindlichen Klient*innen werden regelmäßig über begleitende Angebote (Angehörigentage in den stationären Einrichtungen, Möglichkeiten zu Einzel- und Familiengesprächen, Angehörigengruppen in den ambulanten Beratungs- und Betreuungszentren) sowie über externe Selbsthilfegruppen informiert.